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19.02.2009Institut rechnet mit mehr Zeitarbeit in Deutschland

Das Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) rechnet mit einer Ausweitung der Zeitarbeit in Deutschland. Die Zeitarbeit sei eine der am schnellsten wachsenden Branchen, teilte das Institut am Mittwoch in Halle mit. Ein Grund dafür sei die Anpassungsfähigkeit dieser Beschäftigungsform, die vor allem Arbeitgeber schätzten.

Es sei zu erwarten, dass sich Zeitarbeit zum Beispiel bei Dienstleistungen im Gesundheitswesen wegen des demografischen Wandels ausweiten wird.

Im europäischen Vergleich liegt Deutschland den Angaben zufolge mit einem Anteil von Zeitarbeitern von 1,3 Prozent an allen Erwerbstätigen noch unter dem Durchschnitt von 1,8 Prozent.
Angeführt werde die Statistik von Großbritannien mit 4,5 Prozent und den Niederlanden mit 2,5 Prozent. Schlusslichter bei der Zeitarbeit in Europa seien Polen mit einem Anteil von 0,3 Prozent und Griechenland mit 0,1 Prozent.

Es gebe in Deutschland große Unterschiede bei den Löhnen. Rund zwei Drittel der ostdeutschen Leiharbeitnehmer verfügten über ein monatliches Bruttolohneinkommen von maximal 1300 Euro. Dem gleichen Anteil an Zeitarbeitern in den alten Bundesländern stünden bis zu 1750 Euro zur Verfügung, erklärte das IWH. Längerfristig wird nach Ansicht des Instituts die Rekrutierung von höher- und hochqualifizierten Mitarbeitern als Zeitarbeiter für bestimmte Projekte sehr wahrscheinlich.

[Quelle: Haufe Personal | www.haufe.de]